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Wolf Haas, Der Brenner und der liebe Gott (dtv-TB)
€ 9,20
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Wolf Haas
Der Brenner und der liebe Gott
224 Seiten, gebunden
dtv
Es ist wieder was passiert, und diesmal ist der Simon Brenner, zumindest teilweise, Schuld daran. Denn der Brenner ist jetzt nicht nur Ex-Polizist und Ex-Detektiv, der Brenner ist jetzt auch Ex-Chauffeur vom Bauunternehmer Kressdorf und seiner Frau. Zuvor hat er als „Herr Simon“ in einer Tankstelle gestanden und einen doppelten Espresso getrunken, weil ihm der Kaffee wegen der Tabletten immer wichtiger geworden ist. Und als er dann wieder zurück zu seinem Wagen gekommen ist, war der leer. Drinnen hat aber vorher die Helena in ihrem Kindersitz gesessen. Und durch die Entführung der Helena kommt dann eine fast mythische Geschichte ins Rollen, an deren Ende sieben nicht gerade appetitlich ermordete Leichen liegen. Mit dem Erzähler von Der Brenner und der liebe Gott könnte man fast sagen: Trojanischer Krieg nichts dagegen.
Mit seiner eigenwilligen Sprache und seinem eigenwilligen Helden hat sich der österreichische Autor Wolf Haas eine stetig wachsende Fan-Gemeinde geschaffen. In Der Brenner und der liebe Gott lässt er seinen Protagonisten in eigener Sache im Sumpf der Bau-, Abtreibungs- und Abtreibungsgegnerbranche recherchieren. Dabei stochert der dank seiner Tabletten teils benebelte, teils aber auch zu detektivischer Hochform auflaufende Brenner in einer wahren Kloake aus bürgerlicher Doppelmoral, politischer Heuchelei und krimineller Energie herum. Und das tut er wieder einmal auf äußerst vergnügliche Art und Weise. |
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